Berichte
Breisgau Triathlon 2017

Breisgau – immer eine Reise wert!

Eine Woche Woche nach dem Mühlchen-Triathlon stand der nächste Saisonhöhepunkt im Kalender: der Breisgau-Triathlon in Malterdingen. Der internationale Wettkampf wurde durch drei südhessische DUC-ler in der Jedermanns-Distanz (0,7-32-7,5) „entscheidend“ aufgewertet – Michael Rexroth mußte hingegen aufgrund „alpiner Nachwehen“ mit der Ludwig’schen Betreuerrolle vorliebnehmen.

Der Wettkampf war von Anfang bis Ende wieder mit viel Herzblut organisiert, und am Wettkampftag überraschte uns das Orga-Team zusätzlich noch mit einer nicht mehr erwarteten Neo-Freigabe. So kam auch der Spezial-Neo von Neffi (mit Vordehnung an den neuralgischen Körperstellen) bei Albrecht zum Einsatz. Rund 250 Jedermänner und -Frauen brachten dann zu einer sehr sozialen Startzeit (10:50) das sehr klare Wasser zum Brodeln. Fast zeitgleich gingen wir (Michael Hibler, Albrecht und Knut) nach gut 12 Minuten aus dem Wasser. Während Michael & Albrecht auch auf der Radstrecke eng beisammenblieben, durfte Knut bei seiner Premiere die stark profilierte Radstrecke (350 Höhenmeter) alleine erkunden. Auf der Laufstrecke forderte dann die suboptimale Vorbereitung (am Vorabend ein Bier zu wenig) bei Michael Tribut, der nach Muskelkrämpfen aufgeben mußte, so dass sich die beiden verbliebenen DUCler durch die Mittagssonne ins Ziel kämpften, um dann das leckere Finisher-Catering zu geniessen. Im Zielbereich genossen wir dann nicht nur einige wohltemperierte isotonische Durstlöscher, sondern erlebten auch einen dramatischen Zieleinlauf bei der Mitteldistanz der Frauen, wo die Führende 150 m vor dem Ziel mit Kreislaufkollaps ausschied und den Wettkampf nicht beenden konnte. So waren wir froh, den Wettkampf unbeschadet überstanden zu haben. Ob wir nächsten Jahr ausgerechnet diesen schwierigen Event als Halbdistanz auswählen, ist eher fraglich. Ungeachtet dessen haben wir in unserer Herberge Zimmer für das kommende Fahrrad-Trainingslager vorreserviert, falls die Wahl auf diese Region fallen sollte.

Zielzeiten? Schaut nach unter www.breisgau-triathlon.de/ergebnisse

Mühlchen Triathlon 2017

Klimaerwärmung? Nicht beim Mühlchen-Triathlon 2017

Im Gegensatz zum unkonstanten Sommerwetter in diesem Jahr konnten die DUC-Triathleten wieder mit einer konstant großen und bis in die verbliebenen Haarspitzen motivierten Teilnehmerschar beim Arheilger Mühlchen-Triathlon (0,4-17,5-4,5) glänzen. Durch den Regen der letzten Tage war speziell die Schwimmstrecke stark aufgeweicht und mit knapp 20°C recht frisch. Wie immer durfte Quotenfrau Petra den sportlichen Reigen bei noch stark bewölktem Himmel eröffnen. Die Männer folgten eine gute halbe Stunde später in das grünalgige Wasser. Interne Positionswechsel in der Wechselzone und auf der Strecke wurden wie gewohnt zur gegenseitigen Motivation (beim ein oder anderen auch Frustration) genutzt. Die feuchte und aufgeschwemmte Radstrecke im Wald wurde von allen ohne technische Defekte und Stürze bewältigt. Weiteres Frustpotenzial lag beim Laufen in der Kombination aus Hochgeschwindigkeit und Streckenunkenntnis, die letztendlich Holger den vereinsinternen Sieg kostete. In den Altersklassen schrammten Petra und Sohn Lars knapp am Treppchen vorbei.

Besser machte es in der Jugend B (0,1-2,5-0,4) Kalle Kreuzer, der bei einem spannenden Zieleinlauf Dritter wurde. In der Altersspanne den unteren Abschluss bildete Levi Kaminsky, der als 2,5-Jähriger den abschließenden Bambini-Lauf fast ganz alleine schaffte.

Hier die Namen der DUC-Sportler, auf die nach dem Zieleinlauf auch wieder beim geselligen Getränkeverzehr (für einige die wichtigste Disziplin des Tages) Verlass war: Knut Kreuzer, Dirk Böyng, Tobias Kaminsky, Holger Koch, Petra Tschunt, Dierk Kraft, Lars Tschunt, Jürgen Götz, Andreas Neff und Daniel Kaminsky.

Trainingslager Spessart 2017

Vatertag ist Triathlon-Trainingslagerzeit

Um den Familien einen möglichst stressfreien Vatertag zu ermöglichen, zieht es jedes Jahr ein knappes Dutzend DUC Triathleten nebst Sportfreunde ins Trainingslager.

Dieses Jahr fiel die Wahl der Region zum dritten Mal auf den hügeligen Spessart.

Rund um Lohr am Main sammelten sie nicht nur Radkilometer dank der von Michael Rexroth ausgetüftelten Strecken, sondern machten auch die umliegenden Eisdielen und Konditoreien unsicher.

Je nach Lust und Laune wurden zwischen 60 und 140 km pro Tag gefahren.

Kaum auf dem Rad, begannen die ersten Positionskämpfe und Antritte am Berg (und auch die ersten Pausenanfragen unserer Capuccino-Junkies).

Knut und Albrecht waren die treibende Kraft für den anschließenden Lauf. Sie fanden aber nur selten Gehör, inklusive eigenem Körper.

Nachdem der erste Durst gestillt war, startete das Regenerationsprogramm im Saunabereich von unserem Hotel.

Nach vier Tagen und optimalen Wetterverhältnisse mit vielen Radkilometern und dem ein oder anderem Hopfengetränk sind alle Teilnehmer wieder gesund in Darmstadt angekommen.

Am Ende waren sich alle einig, dass ihr Motto „Vatertag ist Trainingslagerzeit“ im nächsten Jahr fortgesetzt wird.

Wo die Reise dann hingeht wird sich noch zeigen. In der Planung sind die Vogesen, die Saarschleife, der Kaiserstuhl oder der Titisee im Hochschwarzwald.

Kuchen, Positionskämpfe und Antritte wird es, egal wo wir hinfahren, wieder in Hülle und Fülle geben.

Athletik Battle 2017

Trainierst Du noch oder battlest Du schon?

 

Unter diesem Motto trafen sich ein halbes Dutzend DUC‘ler um den Fittesten aus dem Club zu ermitteln.

Das zu absolvierende Programm ist schnell erzählt: 100 Crunchs – 100 Boxjumps – 100 Squats – 100 Burpees; und alles auf Zeit.

Pünktlich zum geplanten Start am 22.07. um 15:00 Uhr öffnete der Wettergott seine Schleusen.

Mit einer Verzögerung von einer halben Stunde gingen zwei wasserfeste Mannschaften an den Start. Das Vorstandsteam mit Andreas, Jürgen und Heinrich battleten sich mit dem „Fußvolk“ Michael H, Michael R und Werner.

Nach einer knappen ¼ Stunde und einer meisterhaften taktischen Leistung gewann das Vorstandsteam mit 20 Sekunden Vorsprung.

Der Lohn für die Mühe: ein Kasten Grohe Bier und die Genugtuung, die Trainer M+M mit dem schnellen Werner besiegt zu haben.

Beim anschließenden Grillen wurden die entleerten Kohlenhydratspeicher mit super leckeren Salaten, Steaks und natürlich dem ein oder anderen Bier wieder aufgefüllt.

Wer jetzt Lust bekommen hat, seine müden Knochen in Schwung zu bringen und nie gekannte Muskelpartien kennen zu lernen, der kann jeden Montag von 19:00 bis 20:00 Uhr in der Edith-Stein-Schule in Bessungen bei unserem Athletik-Training vorbeischauen und mitmachen… und vielleicht sieht man sich 2018 beim nächsten Battle.

Die M+Ms freuen sich auf Euch.

Sieger-Team 2017
24-Stunden-Lauf 2016

24 Stunden……… In 24 Stunden geht so einiges. Man kann nach Australien reisen oder einfach mal nichts tun um sich mal zu erholen – oder man tritt mit einem Team, was schon etwas (zumindest teilweise) in die Jahre gekommen ist an einem 24 Stunden Lauf in Traisa an. Als Mareike (Freundin von Marcel) fragte, wie wir denn abschneiden könnten, war ich mir zu diesem Zeitpunkt nicht sicher, was ich darauf antworten könnte. So holte ich aus und erzählte, dass wir insgesamt in der Vergangenheit den 24 Stunden Lauf schon 2* gewonnen haben. Das letzte Mal, vor 5 Jahren, belegten wir mit über 800 Runden einen ordentlichen 4. Platz. Dieses Mal würde es wohl recht schwierig werden. Als unser Coach (Michael Hibler) dann ein Fässchen Bier beim Erreichen von 700 Runden in Aussicht stellte, bestätigte sich erst einmal meine Befürchtung – und dann ging es los. Recht schnell wurde wieder einmal eines klar – es kämpfte jeder so gut wie er konnte und das machte dieses Team aus. Egal ob es schönes Wetter war oder es regnete, jeder gab alles und so konnten wir mit 5 Jahren älter und einigen Kilos sicherlich mehr auf den Hüften unglaubliche 818 Runden auf die Bahn meißeln. Mit einer Gesamtplatzierung auf Rang 4. Leider oder besser gesagt „Gott sei Dank“ war dieser 4. Platz bombensicher, da wir zum 3. Platzierten 30 Runden Rückstand und zum 5. Platzierten über 100 Runden Vorsprung hatten. Rundenschnellster war von uns Marcel mit einer für uns wohl recht demoralisierenden Runde mit 1:07 ( 400 Meter ), gelaufen kurz vor Ende des Events….. Für mich steht eines fest: Es war wieder einmal ein schöner und anstrengender Wettkampf mit einem super Team. An dieser Stelle möchte ich mich auch bei unserem Orga -Team bedanken, das alles super vorbereitet hatte. Zum Schluss noch eines zu unserem Team. Mit euch macht es sehr viel Spaß zu kämpfen, weil jeder für jeden da ist wenn es mal klemmt. Egal ob ein Läufer ersetzt, Verpflegung geholt werden musste, oder einfach nur beim Regen den Schirm gehalten wurde – vielen Dank und ich freue mich jetzt schon auf die Schlacht in 5 Jahren – sicherlich, wir sind auch da wieder 5 Jahre älter und …. (lassen wir das mit den Kilos ;-)) aber für so ein Team reise ich gerne von Köln nach Traaaasem, oder wohin auch immer. Team 24-Stunden-Lauf: Michael G, Stefan G, Michael R, Janina, Andreas, Dirk, Tobi, Michael H., Patrik, Marina, Andre, Marcel, Mareike, Dierk, Maknus, Petra, Lars, Jürgen, Chris, Knut, Sebastian, Steffi, Werner, Hendrik, Stefan H., Moritz, Stefan Z., See you all in 5 five years - Over an out

Reisebericht Teilnahme der DUC-Triathleten am Hamburg-Triathlon 19. Juli 2015

Reisebericht Teilnahme der DUC-Triathleten am Hamburg-Triathlon 19. Juli 2015

So sehr wir DUC-Triathleten auch die traditionellen Wettkämpfe in Darmstadt und Umgebung mögen, so reizvoll ist es doch, von Zeit zu Zeit über den Tellerrand zu schauen und an weiter entfernten Orten unserem Hobby zu frönen. So nahmen vor wenigen Wochen Einige von uns am Heilbronn-Triathlon teil. Am Wochenende vom 18./19. Juli zog es uns jedoch mal wieder in die Weltstadt Hamburg, wo wir zuletzt im Jahr 2006 (oder 2007?) den Wettkampf absolviert hatten. Was hat sich seitdem verändert ? Nicht viel, nur die Hauptsponsoren waren jetzt andere und die Teilnehmerzahl liegt mittlerweile an beiden Wettkampftagen bei über 10.000 !!!

Am Freitag um 18.30 trafen sich also Wolfgang Kraft, Andreas Neff (Neffi), Michael Hiebler, Dierk Kraft, Knut Kreuzer und der Autor vor unserem Clubheim. Das übliche Triathlon-Gerödel im Schlepptau und bereit, die nicht kurze Reise in den Hohen Norden anzutreten.

Dank einer einfachen, jedoch genialen Konstruktion können wir seit einigen Jahren unsere kostbaren Tria-Räder in Neffei`s Lieferwagen versetzt so einladen, dass die Rahmen transportsicher fixiert werden und überdies noch genug Platz für weiteres Gepäck vorhanden ist. Auch Michael Hiebler hatte sich angesichts der Passagierzahl und dankenswerter Weise bereit erklärt, seinen Familien-VW-Bus für die Reise zur Verfügung zu stellen. Nachdem alles sicher verstaut war und wir angesichts der hochsommerlichen Temperaturen noch einige Wasserflaschen eingeladen hatten, ging es kurz nach 7 abends los und wir rollten im 2er Konvoi auf die A5 in Richtung Norden.

Frankfurter Kreuz, Giessen und das Kasseler Bergland waren die ersten Etappen, welche wir ohne Staus und sonstige Störungen passieren konnten. Erst eine kurze Verpflegungs- und Pinkelpause am Rastplatz “Harz“ brachte unseren Reiseplan etwas durcheinander. Lustigerweise hatte sich jeder von uns während des Aufenthaltes an der Rasti noch lobend  über den bis dahin störungsfreien Reiseverlauf geäussert.  Kaum waren wir jedoch wieder auf die Autobahn zurückgekehrt, standen wir dann doch im Stau. Eine um 22.00 Uhr eingeleitete Vollsperrung der Autobahn zwecks Nachtbauarbeiten zwang uns auf eine Umleitungsstrecke, deren Verlauf uns nicht immer nachvollziehbar erschien. Irgendwann vor Hannover wurden wir aber wieder zurück auf die A7 geleitet und so ging es ohne weitere Verzögerungen nach Hamburg, wo wir ca. eine halbe Stunde nach Mitternacht ankamen. Wie bei unseren bisherigen Wettkämpfen in der Hansestadt, waren wir auch dieses Mal wieder im Hotel “Elbbrücken“ einquartiert. Dieses Hotel bietet uns einige Vorteile: die Rezeption ist rund um die Uhr besetzt und so konnten wir nach unserer späten Ankunft problemlos einchecken und die Zimmerschlüssel bzw Chipkarten entgegen nehmen. Natürlich nicht ohne  uns nach der späten Ankunft noch ein Belohnungsbier zu genehmigen. Zweitens ist diese Herberge so günstig gelegen, dass man von der Autobahn kommend nur um ein paar Ecken herumfahren muss und schon vor der Tür steht. Andererseits gelangt man von dort mit dem Radl rucki-zucki in die Hamburger Innenstadt. Die Zimmerpreise sind moderat und die Qualität der Unterkunft ist absolut in Ordnung. Und nicht zuletzt entspricht  das Frühstück  unseren Erwartungen und bietet für jeden Geschmack etwas (ohne allerdings überzuquellen).

Unser Freund und Sportkamerad Dirk Böying hatte sich mit seiner Freundin Andrea schon einen Tag vorher nach Hamburg begeben, denn er hatte sich für die Kurzdistanz entschieden und die fand  am Samstag statt. Nach Einnahme des Frühstücks nahmen wir also den Bus in die Innenstadt, um erstens den Start von Dirk mitzuerleben und zweitens unsere Startunterlagen für den Wettkampf ¨über die olympische Distanz am Sonntag abzuholen. Das Wetter war ideal, die Sonne schien, es war aber nicht übermässig warm. Hanseatisch kühl eben.

Nun ist es in Hamburg so, dass aufgrund der enorm grossen Teilnehmerzahl in Gruppen von ca. 150 Athleten und im Abstand von 10-15 Minuten zeitversetzt gestartet wird. Nach der Schwimmstrecke in der Binnenalster geht es nach dem Ausstieg an den Alsterarkaden (Nähe Rathaus) auf den recht langen Weg zur Wechselzone am Balindamm. Eine  Wechselzone dieses Ausmasses findet man so schnell kein zweites Mal in der Triathlon-Welt. In mehreren Reihen stehen dort Tausende von Fahrrädern der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Vom einfachen Allerwelts-Drahtesel über  sportliche Rennräder bis zu hochgezüchteten Tria-Maschinen mit Carbonrahmen und allem Schnick-Schnack ist alles vertreten. Kurz und gut: das Ganze ist halt auch ein Breitensport-Ereignis und so soll es ja auch sein.

Dirk absolvierte seinen Wettkampf nach sehr gutem Schwimmstart (er kam in seiner Startgruppe als zweiter aus dem Wasser) achtbar und finishte nach 500 m Schwimmen, 20 km Radfahren und dem abschliessenden 5 km-Lauf in einer Zeit von 01:23:15.

Hamburg ist, wie gesagt, für Tausende von Freizeitsportlern eine tolle Veranstaltung, Es beinhaltet aber auch ein Einzel-Wettkampf der Elite am Samstag, welches wir von der Besuchertribüne vor dem  Rathaus mitverfolgen konnten. Was soll man sagen ? Hier geht es nur um eins: Tempo, Tempo und nochmal Tempo. Schon die Geschwindigkeit der Wechsel ist schier verblüffend, von den erzielten Rad- und Laufzeiten ganz zu schweigen. Wir sind immer wieder erstaunt, wie es die Elite-Athleten in Sekundenschnelle schaffen, sich aus ihrem Neo herauszupulen. Was man von uns leider nicht behaupten kann. Aber das liegt natürlich daran, dass unser Anzüge im Lauf der Jahre die Weichmacher ausgedünstet und somit ihre Flexibilität verloren haben. Böse Zungen behaupten allerdings, die meisten von uns hätten im gleichen Zeitraum ein paar kg Gewicht zugelegt. Aber das ist selbstverständlich nur eine wahrheitswidrige und böswillige Unterstellung…

Wie ging nun der Elite-Wettkampf aus ? Es siegten bei den Herren Vincent Luis, Frankreich, auf Platz 2 landete der Spanier Javier Gomez und Dritter wurde sein Landsmann Mario Mola.  Bei den Damen siegte die Amerikanerin Gwen Jorgensen, gefolgt von den beiden britischen Athletinnen Vicky Holland und Non Stanford. Leider schafften es die deutschen Athletinnen und Athleten nicht unter die ersten Drei. Aber jedem Teilnehmer und jeder Teilnehmerin muss man hier uneingeschränkten Respekt zollen, denn die Leistungsdichte ist einfach enorm. Schon eine kleine Unachtsamkeit kann wertvolle Zeit kosten und den Athleten/die Athletin dergestalt aus dem Rhythmus bringen,  dass man schnell einige Plätze zurückfallen kann. 

Nachdem wir am Abend noch ein gemütliches Abendessen in der Traditions-Gaststätte „Alsterkeller“ eingenommen hatten, ging es wieder zurück in unser Quartier, wo wir ausreichend Schlaf für den Wettkampf am nächsten Morgen zu finden hofften. Was in unseren 3er-Zimmern bei gelegentlichen Schnarch-Attacken des ein oder anderen DUC-Athleten nicht immer leicht war.

Am Sonntag morgen begrüsste uns typisches Hamburger Regenwetter, was unserer Laune nicht gerade förderlich war. Aber was soll`s, wir machen das ja freiwillig und nass wird man so der so.  Neffi, Dierk Kraft und Michael Hiebler starteten als Erstes  um 9.40 Uhr, eine Stunde später war ich selbst dran und als Letztes von unserer Gruppe sprang  Knut in die trüben Alsterfluten. Die Funktion als “Betreuer und Einpeitscher“, sonst in unverwechselbarer Manier von Ludwig Schleidt ausgeübt, übernahm in diesem Jahr in absolut ebenbürtiger Weise Wolfgang Kraft, der selbst nicht starten konnte. Dafür von allen DUC-Athleten nochmals Herzlichen Dank an Wolfgang.

Nach dem Ausstieg ging es wie immer aufs Radl und der permanente Nieselregen erforderte von uns Allen erhöhte Aufmerksamkeit, um nicht in einer zu schnell genommenen Kurve gnadenlos “abzuschmieren“. Übrigens war die Radstrecke insgesamt doch nicht so flach, wie man es in Hamburg vielleicht vermutet. Zwischen St. Pauli, dem Stadtteil Ottensen und bis zum Wendepunkt mussten wir doch einige Höhenmeter bewältigen. Alles ging gut und im Gegensatz zu erstaunlich vielen Teilnehmern, die von einer Reifenpanne heimgesucht wurden, rollten alle DUC-Athleten pannenfrei in die Wechselzone, um von dort den dritten Akt des Dramas in Angriff zu nehmen. Die abschliessende Laufstrecke über 10 km, welche grösstenteils durch schöne Wohnviertel an der Aussenalster entlang führte, war vergleichsweise angenehm. Der Regen hatte aufgehört, die Temperaturen waren mit 22- 24 °C ideal und schliesslich schafften wir es über die Ziellinie, welche sich in Hamburg schon seit jeher unmittelbar vor der prachtvollen Rathauskulisse befindet. Wie üblich, gilt auch hier der Satz:

Der Schmerz vergeht, der Stolz bleibt.

Unsere Finisher-Zeiten,

  • Knut : 02:29:29
  • Neffi: 02:57:23
  • Michael: 03:07:37
  • Dierk : 03:12:11
  • Albrecht 03:18:32

Glückwunsch an Knut, der dieses Mal von uns die beste Zeit erzielt hat.
Nach dem ersten Verschnaufen und dem obligatorischen Finisher-Bier waren wir natürlich froh, es - erstens - wieder mal geschafft zu haben und - zweitens - uns trockene Trikots/Jacken überziehen zu können. Denn die Sonne zeigte sich immer noch nicht und so wurde es uns schon fast wieder zu kühl.

Den abschliessenden Staffel-Wettkampf der gemischten 4er Teams (2 Damen und 2 Herren) in der Profi-Klasse wollten wir uns aber keinesfalls entgehen lassen. Vom Zielbereich vor dem Wettkampf loslaufend, machten die Damen den Anfang: keulten dort  300 m durch`s Wasser, wechselten auf die bereitgestellten Räder, flogen über die eigens abgesperrte Rad-Strecke um dann im Sprinttempo den abschliessenden Lauf von 4 km zu bewältigen. So ging es in typischer Staffelmanier mit Abklatschen insgesamt vier mal zur Sache. Am Anfang schien alles auf einen Dreikampf zwischen der australischen, der britischen und der deutschen Mannschaft hinauszulaufen. Jedes der drei Teams konnte immer mal wieder kurzzeitig nach vorne preschen. Besonders beeindruckend die 2. britische Athletin, die zwischenzeitlich einen vergleichsweise grossen Vorsprung herausgelaufen hatte. Dieser ging ihrem Staffel-Nachfolger aber wieder verloren. Wie gewonnen, so zerronnen.

Zur allgemeinen Überraschung hatte sich dann plötzlich die französische Mannschaft nach vorne gearbeitet und aus dem Spitzentrio war ein Quartett geworden. Unsere deutsche Mannschaft hatte leider Pech, weil ihr für einen nicht regelgemäss geschlossenen Helm beim Wechsel auf die Radstrecke eine Zeitstrafe von 10 Sekunden aufgebrummt wurde. Auf diesen kurzen Strecken eine kleine Ewigkeit. Bei der letzten Staffelrunde konnte der französische Athlet Vincent Luis, der seinem Ruf als excellenter Läufer vollauf gerecht wurde, dann für die „Equipe Tricolore“ mit deutlichem Vorsprung den verdienten Sieg sichern. Unsere deutsche Mannschaft war durch die Zeitstrafe letztlich auf Platz 4 abgerutscht. Das ist in einem so starken Starterfeld aber immer noch eine tolle Leistung, auch wenn es leider nicht für einen Platz auf dem Treppchen gereicht hat. Trotzdem: ein bestens organisierter und spannender Wettkampf.

Schliesslich hatten auch wir genug an diesem Tag, holten unsere Räder aus der Wechselzone und pedalierten zurück zum Hotel. Nach der wohlverdienten Dusche und einem gemütlichen Abendessen im Restaurant um die Ecke fielen wir relativ zeitig und ziemlich geschafft in`s Bett.

Die Rückfahrt nach Darmstadt am Montag nach dem Frühstück verlief reibungslos und am frühen Nachmittag standen wir mit unserem Gerödel wieder am Clubheim, von wo wir am Freitag die Reise angetreten hatten.
Fazit: ein toller Wettkampf in einer ebensolchen Stadt. Schee war`s widder mol.

Albrecht Höhn

Heilbronn Citytriathlon 2013

Heilbronn Citytriathlon 2013

Aufgrund von Verletzungen und arbeitstechnischer Verhinderung, ist die DUC Darmstadt Mannschaft auf einen Rumpfkader von 2 Athleten beim Heilbronn Citytriathlon geschrumpft. Matthias Bichler und Michael Rexroth gingen am 23.6.2013 bei der Mitteldistanz (2/70/15) an den Start. Der Citytriathlon findet mittlerweile im  4.Jahr statt. Ich bin seit dem ersten Mal dabei. Geschwommen wird im Neckar, Rad gefahren in den umliegenden Weinbergen und gelaufen entlang des Neckars und durch die Heilbronner Innenstadt. Ich bin schon Samstag angereist, unter anderem um unserem Hasen die Renntaktik zu erklären (s.Bild unten)

files/Theme/artikel/triathlon/berichte/heilbronn/1_klein.jpg

Michael reiste am Sonntag an, und so trafen wir uns wie verabredet vor dem Schwimmstart. Wir sprachen die Zeitvorgaben für die einzelnen Disziplinen ab, wünschten den Groupies viel Spass und los ging es.

files/Theme/artikel/triathlon/berichte/heilbronn/2_klein.jpg

Schwimmstart mit pinken Badekappen!!! im Neckar. Sehr eng, sehr viel Getümmel. Die ersten 400 Meter nicht die Nerven verlieren..... dann Rhythmus aufnehmen. Nach etwas mehr als einer halben Stunde komme ich zuerst aus dem Wasser, Michael 1 Minute dahinter.

Wechsel aufs Rad.

Radstrecke eher kurvig und zäh, aber gut machbar. Bei Kilometer 40 ist mir dann der Schaltzug gerissen (wie schwachsinnig kann man sein, 3 Wochen vor dem Ironman Europe auf ein Rad eines japanischen Exotenherstellers umzusteigen?). Also auf der Reststrecke auf dem kleinen Blatt mit hoher Frequenz. Beim Rad-Lauf-Wechsel war ich 4 Minuten vor Michael.

Jetzt Laufen, 3 Runden à 5 Kilometer, die Zuschauer haben richtig Alarm gemacht, Gänsehaut pur. Bei Kilometer 8 hat Michael seine Laufstärke ausgespielt und zu mir aufgeschlossen. Wir haben uns dann auf ein Tempo eingegrooft und laufen die restliche Strecke gemeinsam. Dann der rote Teppich und bei 4:24 Stunden vom Ansager im Ziel begrüßt. 

files/Theme/artikel/triathlon/berichte/heilbronn/3_klein.jpg

Die Sonne scheint, im Ziel nur glückliche Gesichter, alkoholfreies Hefe schmeckt auch. Wir sind die Größten, soviel steht fest. Rad abholen und Fans einsammeln ging dann schnell und problemlos.

Montag kommt dann der Teil ‚Alte Männer und Treppen’!

Fazit: Heilbronn ist ein toller Wettkampf. Tolle Atmosphäre, kurze Anfahrt, sehr schön auch für die Zuschauer - sollten wir nächstes Jahr wieder machen.

Euer Matthias